StartupWoran scheitern die meisten Startups?

21/01/2021by admin0

War das Geschäftsmodell nicht genug ausgearbeitet? War das Team nicht stimmig oder war der Zeitpunkt einfach der Falsche? Viele Startups stellen sich bereits nach wenigen Jahren Existenz diese Fragen, denn sie haben es wie so viele andere nicht geschafft. Der Traum vom Startup zum „Raising Star“ ist geplatzt und nun gehören sie ebenfalls zu den 9 von 10 Unternehmen, die nach fünf Jahren bereits aus dem Rennen sind.

Doch woran liegt es, dass die meisten Startups bereits in den ersten Jahren scheitern? In einem Satz lässt sich diese Frage nicht beantworten, denn zahlreiche, unterschiedliche Gründe sind Auslöser des frühen Scheiterns. Doch haben wir die fünf häufigsten Gründe einmal für Sie zusammengefasst:

1. Der Markt hat kein Interesse an dem Produkt

In einer Studie der US-amerikanischen Datenbank CB wurde bewiesen, dass die fehlende Marktnachfrage die häufigste Ursache für das vorzeitige Startup-Aus ist. 42 Prozent aller von der Datenbank untersuchten Startups gaben an, diesen Fehler gemacht zu haben. Anstatt sich mit den Bedürfnissen und Wünschen ihrer Zielgruppe auseinanderzusetzen, investierten die Startups lieber Zeit und Geld in das Testen neuer Features – eine Entscheidung mit schweren Folgen.

Wer sich nicht mit seiner Zielgruppe beschäftigt, dem kann es passieren, ein Produkt oder eine Dienstleistung auf den Markt zu bringen, die auf kein Interesse stösst. Teilweise ist der Markt noch nicht reif oder es er ist schlichtweg übersättigt.

So wollen viele Startups ein Problem lösen, merken aber nicht, dass dies nicht relevant genug für ihre Zielgruppe ist, um daraus ein gewinnbringendes Geschäftsmodell zu generieren. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, vor Markteintritt die Zielgruppe analysiert zu haben, um zu wissen, wonach sie verlangt.

2. Die Finanzierungsmittel reichen nicht aus

Ein weiterer Grund für das Scheitern von Startups, den knapp 29 Prozent aller der von CB untersuchten Startups begangen, ist die zu geringe Kapitalausstattung. Oft ist für die ersten Monate der Wachstumsphase vorgesorgt, doch fehlt es an der Finanzierung der darauffolgenden Monate.

Ohne eine ausreichend lang geplante Finanzierung überlebt selbst die beste Geschäftsidee leider nicht. Inzwischen gibt es für Gründer viele Möglichkeiten, auf unterschiedliche Finanzierungsformen zurückzugreifen, jedoch erfordert dies auch Zeit und Planungssicherheit, die man sich vor Markteintritt unbedingt nehmen sollte. Und das nicht zu spontan, denn nicht jede Finanzierung ist für das eigene Startup die Richtige.

Folglich sollte man beachten, sich frühzeitig mit der Finanzierung der ersten Jahre, nicht nur Monate, auseinanderzusetzen, um das passende Modell zu finden.

3. Unzufriedenheit innerhalb des Teams

Das passende Team zu finden, ist nicht einfach. Dies konnte auch die CB-Studie beobachten. 23 Prozent aller befragten Startups scheiterten aus dem Grund, dass sie Probleme und Inkonsistenzen innerhalb des eigenen Teams hatten. So funktionierte das Arbeiten im Team nicht, viele Unstimmigkeiten entstanden und die Startups scheiterten folglich.

Oftmals ist es dabei die fehlende Kommunikation oder es mangelt an einem Mitarbeiter, der als Schnittstelle zwischen Management und den technischen Abteilungen fungiert. Zudem behindert oft aber auch eine nicht homogene Zusammensetzung des Teams, in Hinblick auf die Kompetenzen einzelner Mitarbeiter, die erfolgreiche Startup-Führung. Es fehlen Expertise und Know-How, was von anderen Mitarbeitern ausgebügelt werden muss. Dies führt langfristig zu Unzufriedenheit und Stress. Keine guten Aussichten, wenn man eigentlich grossen Erfolg haben will.

Aus diesem Grund ist es ratsam, Aufgaben gut zu verteilen und immer im Austausch mit seiner Mitarbeiter zu bleiben – vom Praktikanten, über den Junior bis hin zum Manager.

4. Die Konkurrenz schläft nicht

Wer glaubt, sein Produkt oder seine Dienstleistung stehe ausser Konkurrenz, irrt sich meist. Der Markt ist gross, oft schwer zu durchschauen, doch meist gibt es bereits Startups mit gleicher oder ähnlicher Idee und wenn nicht, dann wird es nicht mehr lange dauern, bis sich eins auf den Weg macht.

19 Prozent der von CB befragten Startups wurde mit der Zeit von der Konkurrenz überholt. Wenn es bereits Konkurrenz vor Markteintritt gab, war das eigene Produkt einfach zu „schwach“ und wenn es noch keinen Mitstreiter gab, so wurde das eigene Produkt von anderen analysiert, Schwachpunkte erkannt und eine vermeintlich bessere Version auf den Markt gebracht. Der Wettbewerbsvorteil des Einen führte zum Scheitern des Anderen.

Schliesslich sollte der Markt vor Eintritt gut analysiert und auf Wettbewerber hin untersucht werden. Mögliche Schwachstellen des einen, können zum Vorteil des anderen werden.

5. Falsche Kalkulation der Preise

Nicht zuletzt stellt die richtige Preiskalkulation viele junge Startups vor eine grosse Herausforderung. Dies bewies auch die CB-Studie. Immerhin 18 Prozent aller befragten Startups führten Rentabilitätsprobleme als Hauptgrund des Scheiterns an.

Ein Preis, der für die Kunden nicht zu hoch ist, aber dennoch hoch genug kalkuliert ist, um die eigene Kosten zu decken – dies ist leichter gesagt als getan und nicht selten findet man in den Regalen Produkte mit niedrigen Preisen, die nach wenigen Monaten wieder vom Markt verschwinden, weil die Herstellungskosten des Produktes für das Startup nicht mehr tragbar waren.

Umso wichtiger ist es, vor Markteintritt ein Preismodell zu entwickeln, welches beide Seiten vollends befriedigt. Dies erfordert Zeit und nicht selten auch Expertenwissen, doch ist es ein wichtiger Faktor, wenn man ein Startup mit langer Erfolgsgeschichte führen will.

Fazit

Wer heutzutage ein erfolgreiches Startup führen will, das länger als die Norm Bestand hat, der sollte sich bei der Gründung Zeit lassen und nichts überstürzen. Prozesse müssen vorher genauestens geplant, Ideen evaluiert und Probleme gelöst werden, bevor sie überhaupt eintreten. Jedoch besteht kein Grund zur Unsicherheit oder gar Angst vor dem Gründen, denn wenn es funktioniert, ist es meist die beste Entscheidung, die man je getroffen hat.

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